hokushin_lehrplan

Lehrplan der Schule

 
Die Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô lehrt verschiedene Kampfmethoden, um ihre Kenshi (Schwertkämpfer) darauf vorzubereiten, sowohl in einem Kampf auf Leben und Tod auf dem Schlachtfeld, als auch in Duellen zu siegen. Die geübten Methoden sind Kenjutsu, Battôjutsu, Naginatajutsu und Jûjutsu. Gelehrt werden sie v.a. durch Kata, festgelegte (Bewegungs)formen.

Die Schule sticht aus anderen traditionellen Schulen hervor, weil man in ihr noch immer Shiai und Gekkiken praktiziert
(meist in einer Kendô-bogu, der Rüstung, wie man sie im modernen Kendô trägt). Das bedeutet, dass die Schüler dieser Schule freundschaftliche „Duelle“ mit festgelegter Angreifer- und Verteidigerrolle oder auch ohne festgelegte Rollen im wahrsten Sinne ausfechten. So können sie die zuvor mittels Kata erlernten Techniken austesten und verfeinern.
 

der 7. Sôke, Ôtsuka Ryûnosuke, innerhalb des Honbu-Dôjô



Kenjutsu

(Schwertfechten mit dem berühmten Lang- oder Kurzschwert des Bushi/Samurai) lehrt, wie man Gegner mit oder ohne Yoroi (Rüstung) besiegen kann durch ein Stärken von Technik, Geist und Strategie des Kenshi. Das Kenjutsu der Hokushin Ittô-Ryû, der Hauptteil der Schule, wird zunächst mit Bokutô (Holzschwertern), Shinai (Bambusschwertern) und später mit Shinken (scharfen Schwertern) ausgeübt.

Battôjutsu

(die Kunst des Schwertziehens) wurde v.a. zur Selbstverteidigung im täglichen Leben eines Bushi oder für Attentate genutzt, weniger auf dem Schlachtfeld. Die Techniken können offensiv zum überraschenden Schlagen eines nichtsahnenden Gegners genutzt werden oder auch defensiv, um den überraschenden Angriff eines Feindes abzuwehren, obwohl das eigene Schwert noch nicht gezogen worden ist. Das Battôjutsu der Hokushin Ittô-Ryû wird von Anfang an mit einem Shinken (scharfen Schwert) gelehrt. Das Nutzen stumpfer Metallschwerter ist eine recht moderne Erfindung.


Naginatajutsu

(Kunst des Kämpfens mit einer langen, klingenbewehrten Stangenwaffe ähnlich der europäischen Glefe). Zusammen mit dem Yari (Speer) war die Naginata die Hauptwaffe der Samurai für den Nahkampf auf dem Schlachtfeld. Insbesondere die leichtere, kürzere Naginata welche nach der Einigung Japans in den frühen 1600ern beliebt wurde, wird oft hauptsächlich weiblichen Kriegern zugeschrieben.


Jûjutsu

ist die Kunst des Nahkampfes, um einen bewaffneten oder unbewaffneten Gegner mit Schlägen, Würfen, Gelenkhebeln oder Tritten zu besiegen. In erster Linie zu Selbstverteidigungszwecken genutzt, wenn man dem Gegner während des Kampfes zu nahe gekommen ist, können diese Techniken aber auch genutzt werden, wenn man unbewaffnet ist oder beim Raufen/Ringen.




Es findet sich eine leicht detailliertere Übersicht des Lehrplans der Hokushin Ittô-Ryû Hyôhô
auf der Webpräsenz des Honbu (Hauptquartiers) dieser traditionellen Kampfkunstschule.